Boule Initiative hat am Breitensport-Workshop „Der Boulesport – Bewegen, Begegnen, Begeistern!“ teilgenommen

Im Rahmen des Programms „Bewegt ÄLTER werden in NRW!“, das der Landessportbund Nordrhein-Westfalen mit der Staatskanzlei des Landes NRW fördert, hat der Boule und Pétanque Verband NRW e.V. am heutigen 03. März 2018 den Workshop „Der Spielsport Boule – Bewegen, Begegnen, Begeistern!“ veranstaltet.

Das Sport Centrum Kamen-Kaiserau, als Seminar-, Tagungs- und Trainingsort eine hervorragende Adresse.

Für die Boule Initiative Recklinghausen-Suderwich 04 e.V. haben Heike Eisen (Sportwart) und Sascha Grosser (Medienwart) an diesem Workshop im Sport Centrum Kamen-Kaiserau teilgenommen. Die Teilnehmer, die aus unterschiedlichen Boulevereinen aus ganz NRW kamen, wurden in freundlichen Seminarräumen des Hans Tilkowski Hauses, eines der Seminarhäuser am Sport Centrum, vom Team des Boule und Pétanque Verbandes NRW e.V. (BPV NRW e.V.) begrüßt. Heinz Zabel, der „Bewegt ÄLTER werden -Koordinator“ des BPV NRW e.V und Christoph Roderig, der Breitensportbeauftragte des BPV NRW e.V. gestalteten diese Begrüßung und führten durch den sich anschließenden gesamten Seminartag.

Das Hans Tilkowski Haus am Sport Centrum Kamen-Kaiserau.

Nach einer leckeren Tasse Kaffee und einer lockeren Gesprächsrunde startete der Workshop mit einem Vortrag von Heinz Zabel, der den Teilnehmern  die genauen Hintergründe zum Programm „Bewegt ÄLTER werden in NRW!“ erläuterte und aufzeigte, warum und wie der BPV NRW e.V. darin involviert ist. In interessanten Grafiken, die Heinz Zabel begleitend zum Vortrag an die Wand projizierte, wurde unter anderem deutlich, dass insbesondere der demographische Wandel auch den Tätigkeitsbereich der Sportvereine zum Umdenken bewegen sollte. Die Gesellschaft würde durchschnittlich „älter“, also müssten auch innerhalb des Pétanque- und Boulesports entsprechende breitensportliche Angebote entwickelt werden, so Zabel. Schließlich habe der Landessportbund auch dieses Feld erkannt und einige Förderprogramme dazu ins Leben gerufen. Heinz Zabel erklärte, welche Förderprogramme unter welchen Rahmenrichtlinien auch für Boulevereine interessant sein könnten. Der Hinweis, dass der BPV NRW e.V. für diesen Bereich Hilfestellungen anbietet, erfreute die Zuhörer besonders.

Nach einer kurzen Diskussion des vorangegangenen Vortrags, gestalteten Simone und Josef Goßling, mit einem hoch spannenden und sehr kurzweiligen Bericht zur Quartiersbildung, den nächsten Themenpunkt. Sie erzählten von ihrer Eigeninitiative, in einem Wohnviertel von Unna-Königsborn, einen Bouleplatz zu errichten. Da es dem benannten Wohnviertel an brauchbaren Freizeitmöglichkeiten fehlte, sei die Idee dazu entstanden. Nach einiger Zeit der Planung, vielen Gesprächen mit Verantwortlichen bei Bausiedlung und Stadt,  konnte das Ehepaar Goßling letztlich die Realisierung einer 12 x 9 Meter großen Bouleanlage realisieren.  Auf die Frage, wer denn den Bau geplant habe, erklärte Josef Goßling, dass auch dieses in Eigenleistung geschah. Er habe sich konkret über die Anforderungen (Unterboden, Shüttung, Abstände, etc.) informiert und dieses dann an die entsprechend ausführenden Bauarbeiter koordiniert. Christoph Roderig fügte hier noch ergänzend hinzu, dass der BPV NRW e.V. auch bei der Quartiersbildung mit entsprechenden Informationen (insbesondere auch zu den baulichen Anforderungen an einen Bouleplatz) helfend zur Seite stünde, wenn Vereine solch ein Projekt planen.
Da dieser Bouleplatz in Unna-Königsborn zudem auch noch eine Multifunktionsfläche ist und mit diversen Sport- und Freizeitarten bespielt werden kann, haben die Anwohner dieses Angebot gerne und freudig angenommen. Einige Runden Boule wurden seit dem darauf gespielt, auch wenn Josef Goßling betonte, dass es nicht leicht sei, die Anwohner zu regelmäßigen Trainings zu gewinnen. Das von Simone und Josef Goßling gezeigte Beispiel macht deutlich, dass mit entsprechendem Engagement und einer gewissen Hartnäckigkeit durchaus lohnenswerte Quartiersbildungs-Projekte umgesetzt werden können. Am Rande ihres Vortrags gaben die beiden auch noch einige spannende Tipps, um z. B. Kinder und Jugendliche am Bouleplatz zu beschäftigen und gleichzeitig den Platz zu beleben. So würden mit Kies gefüllte Tennisbälle zu Wurfübungen einladen, ein Kunststoff-Kegelspiel und Cross-Boccia-Kugeln, sowie preisgünstige Boulekugeln für entsprechenden Zeitvertreib sorgen. Hier habe man stets einen reich gefüllten Eimer an solchen Sets bereit stehen, die dann genutzt werden können. Simone Goßling führte zudem an, dass zur weiteren Belebung dieses Platzes künftig Aktionen wie z.B. Rad-Boule-Tour, Kinder Ferienpass, etc. möglich, allerdings auch mit einem hohen Personalaufwand verbunden wären. Sie und ihr Mann freuten sich aber schon jetzt, auf die vielen Möglichkeiten, die der Platz zu bieten hat.
Nach diesem sehr lebendigen Vortrag hatten die Teilnehmer viele Fragen und den Bedarf an Austausch, der dann auch bis zur Mittagspause stattfinden konnte.

Beim reichhaltigen Mittagessen in Buffetform wurde dann auch wieder deutlich, wie viel Mühe und Qualität in diesem Workshop steckte, denn auch hier bot das Sport Centrum einen erstklassigen Service und rundum hervorragende Bewirtung.

Edmund Bischoff startete dann direkt nach der Mittagspause mit einem weiteren Vortrag zum Thema Quartiersbildung, denn er berichtete anschaulich über seine mehrfachen Erfahrungen zur Realisierung von Bouleplatz-Projekten. Anhand von aktuellen Beispielen zeigte er die bauliche Entstehung und Entwicklung von drei Plätzen in seinem Heimatkreis auf. Hierbei veranschaulichte er sein Vorgehen insbesondere im Hinblick auf die Schaffung von Netzwerken zu Lokalpolitik, Gewerbe und Vereinen, die für die bauliche Umsetzung, das materielle und finanzielle Sponsoring sowie die anschließende Nutzung und Pflege der Plätze erforderlich sind. Die Erfahrungen, die Edmund Bischoff so sammeln konnte, machten es ihm möglich, auch den Workshopteilnehmern einige Tipps und praktische Informationen an die Hand zu geben. So wies er u. A. auch darauf hin, dass es lohnenswert sei, Boulplätze auch touristisch zu umwerben. So hatte es bei seiner Initiative eine Zusammenarbeit mit der lokalen Tourismus-Information gegeben und es ist ein Flyer mit den entsprechenden Bouleplätzen gefertigt worden. Dieser kann nun von Touristen mitgenommen und eingesehen werden, so dass auch hier ein weiteres Beleben der Bouleplätze möglich ist. Auch ein Eintrag der Plätze in die Internetplattform http://www.bouleplaetze.de sei lohnenswert und würde auf das lokale Angebot aufmerksam machen. Für weitere praktische Ratschläge und den Austausch von Informationen bot Edmund Bischoff den Workshopteilnehmern an, auch nach dem Vortrag für sie bereit zu stehen. Was dann auch in einer anschließenden Diskussionsrunde rege genutzt wurde.

Im Anschluss an den Vortrag von Edmund Bischoff erläuterten Heinz Zabel und Christoph Roderig den Hintergrund dieses und weiterer Netzwerktreffen. Insbesondere habe man durch sog. Aktionstage und Workshops den interessierten Boulevereinen eine Möglichkeit geschaffen, das Thema „Bewegt ÄLTER werden“ und Boule als Breitensport stärker in den Fokus zu rücken. So genannte Aktionstage und Workshops können nach einem gewissen Rahmenkonzept jeweils von den Vereinen in Eigenregie und unter der Mithilfe vom BPV NRW e.V. durchgeführt werden. Die jeweilige Durchführung kann dann durch den BPV NRW e.V. finanziell und auch materiell gefördert werden. Hierzu stünden Flyer, Leihkugeln, Banner, sowie weitere Materialien beim Verband zur Verfügung. Auch eine finanzielle Unterstützung könne für diese Breitensportförderung beantragt werden. Die vereine sollten sich nicht scheuen, den BPV NRW e.V. dahingehend anzusprechen und nach einer gemeinsamen Umsetzung zu ersuchen.  Insgesamt sei ein breitensportliches Engagement der Boulevereine auch eine sehr gute Möglichkeit, den Boulesport regional bekannter zu machen, so Zabel und Roderig.

Abschließend referierte Gerd Fortak über seine Erfahrungen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Hier schilderte er den regulären Ablauf in den Zeitungsredaktionen und Medienbereichen, zeigte auf, wie er den Kontakt zu den Redakteuren pflegt und in welcher Form er seine Pressemitteilungen und Materialien erfolgreich zur Veröffentlichung einreicht. Seine praxisbezogenen Informationen kamen bei den Workshopteilnehmern gut an und sorgten für ein interessiertes und ausgiebiges Hinterfragen.

Die Redner und Organisatoren des Workshops „Der Spielsport Boule – Bewegen, Begegnen, Begeistern!“ ein Workshop innerhalb des Themas „Bewegt ÄLTER werden“. u.A.: Simone und Josef Goßling, Christoph Roderig, Edmund Bischoff, Gerd Fortak, Heinz Zabel.

Alles in allem war der Workshop „Der Spielsport Boule – Bewegen, Begegnen, Begeistern!“ als ein voller Erfolg zu werten. Die Teilnehmer waren durchweg von den Inhalten und der Organisation beeindruckt und es entstand ein reger Austausch, der sich sicherlich auch noch zeitlich über den Workshop hinaus fortsetzen wird. Die Veranstalter nahmen den Wunsch aus den Reihen der Teilnehmer auf, insbesondere diese Breitensportaspekte auch in weiteren Workshops aufzugreifen.

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